Soll ich mir ein Fitnessarmband zulegen?

Soll ich mir ein Fitnessarmband zulegen?
Fitnessarmbänder
Jedes Jahr verkaufen sich Millionen von sogenannten Fitnesstrackern – dabei handelt es sich um Fitnessarmbänder, die ihre Träger beim Sport unterstützen und zu einem aktiveren Lebensstil motivieren sollen. Zusätzlich zur Uhrzeit und der Wetteranzeige besitzen sie viele interessante Funktionen, auf die Sportler schwören. Ist es denn tatsächlich so einfach, den inneren Schweinehund mit technischen Hilfsmitteln zu überwinden? Und was können Fitnessarmbänder im Detail? Vor einem Kauf macht es Sinn, die kleinen Schrittzähler einmal genauer zu beleuchten. Denn schließlich sind nicht nur die technischen Funktionen, sondern auch der Tragekomfort und der sportliche Endnutzen entscheidend.

Was darf ich von einem Fitnessarmband erwarten?
Die meisten Fitnessarmbänder bestehen aus Hartgummi, sind im Idealfall wasserdicht (falls es während dem Training regnet) und verfügen über ein Display. Das Material sorgt dafür, dass sie auf der Haut angenehm zu tragen sind. Die Verschlüsse ähneln der einer Armbanduhr und auch optisch unterscheiden sie sich nicht wesentlich von Armbanduhren. Wie letztere werden Fitnessarmbänder um das Handgelenk getragen.
Wer es gewohnt ist, während dem Sport allenfalls den weichen Stoff eines Schweißbands um das eigene Handgelenk zu spüren, muss sich an das Tragen der vermeintlichen Armbanduhr mit Sicherheit erst noch gewöhnen. Die Basisfunktionen eines Fitnessarmbands beinhalten die Messung der Schritte sowie die Berechnung der zurückgelegten Distanz und des Kalorienverbrauchs. Auch die Herzfrequenz lässt sich mit einem Fitnesstracker messen.
Selbstverständlich gibt es einige Hersteller, die ihre Fitnessarmbänder mit interessanten Zusatzfunktionen ausgestattet haben. Dies kann beispielsweise die Angabe von Blutsauerstoffwerten sein. Oder aber die Meldung, dass ein Anruf auf dem Handy eingegangen ist, so dass auch während dem Sport keine wichtigen Anrufe verpasst werden und man im Notfall zurückrufen kann.

Kopplung und Auswertung der Daten
Zunächst ist ein Fitnessarmband also nichts weiter, als ein modernes Gerät, das Daten sammelt. Um diese Daten auswerten zu können, braucht es häufig jedoch eine App. So sind Fitnesstracker automatisch an das eigene Handy gekoppelt und nur in dieser Kombination effizient. Zwar können die gesammelten Daten auch per Display oder LED-Matrix auf dem Fitnessarmband direkt angezeigt werden. Weitere Auswertungen lassen sich aber erst mit der App vornehmen. Ein wenig technische Affinität ist für die Benutzung von Fitnessarmbändern also schon von Nöten. Wer damit umzugehen weiß und sich bei den eigenen Kennzahlen auskennt, kann den Fitnesstracker prima als Personal Trainer Ersatz verwenden. Denn alle nötigen Informationen und auch Handlungsempfehlungen können daraus abgeleitet werden.

Gibt es Schwachstellen?
Wie jede technische Erfindung stoßen auch Fitnessarmbänder an ihre Grenzen – so kann es beispielsweise sein, dass der Schrittzähler beim Zähneputzen oder Staubsaugen Bewegungen misst, welche die Statistik komplett verfälschen. Auch sind Fitnesstracker ohne GPS in der Berechnung von Wegstrecken oder zurückgelegten Distanzen selten akkurat.
Wer am Ende des Tages dennoch verlässliche Kennzahlen bekommen möchte, sollte das Armband nur beim Sport oder tatsächlichem Gehen tragen.
Die Armbänder werden mit Akku betrieben, welcher sich per USB-Kabel laden lässt. Am besten lädt man das Armband nachts, um nicht tagsüber aufgrund leerem Akku plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen.

Fazit
Preislich gesehen liegt ein Fitnessarmband zwischen 15 und 100 €, je nach Qualität und Hersteller. Wer seine körperliche Aktivität gerne in Zahlen messen lassen und auswerten möchte, wird damit große Freude haben. Auch interessante Zusatzfunktionen sind bei einigen Modellen dabei. Am besten ist es jedoch, wenn das Armband nur beim Sport und nicht allgemein zu Alltagsaktivitäten getragen wird. Und nicht bei allen Sportarten macht der Einsatz Sinn – am ehesten eignet sich ein Fitnesstracker für Läufer und bei Ausdauersport.

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