Fit bleiben auf langen Autofahrten – Tipps

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Fit bleiben auf langen Autofahrten: Mit diesen Tipps funktioniert’s

Wenn die Ferienzeit beginnt, verreisen viele gerne mit dem eigenen Auto. Dabei kann es zu langen Fahrtzeiten kommen, die sich auf den Körper auswirken können. Der nachfolgende Artikel zeigt, wie man auch auf langen Autostrecken fit bleibt und ohne Stress am Wunschziel ankommt. Dabei werden 10 hilfreiche Tipps und Tricks vorgestellt, die Ermüdung und Langeweile auf langen Autofahrten gar nicht erst aufkommen lassen.

Tipp 1: Ausgeschlafen losfahren

Das A und O bei einer langen Autofahrt ist ausreichender Schlaf. Zwischen 7 und 8 Stunden sollte der Fahrer vor Reiseantritt geschlafen haben, um Übermüdung oder Sekundenschlaf zu vermeiden. Etwa 5 % der tödlichen Unfälle lassen sich nachweislich auf Übermüdung zurückführen. Dabei sollte einem bewusst sein, dass der Körper bei bereits einer Autostunde 150 Kalorien verbraucht. Des Weiteren haben Forscher herausgefunden, dass der Körper bei einer 17-stündigen Fahrt ohne Schlaf ähnliche Reaktionen wie bei einem Promillewert von 0,5 aufweist.
Die lange Strecke fordert also ein hohes Maß an Konzentration, um sicher ans Ziel zu gelangen. Denn der Fahrer kann nicht nur sich gefährden, sondern auch seine Mitfahrer und andere Straßenverkehrsteilnehmer.

Tipp 2: Bei Tageslicht fahren

Um langen Staus zu entgehen und eine freie Fahrt zu haben, fahren viele zu ungewöhnlichen Zeiten. In der Nacht zwischen 2 und 5 Uhr morgens sind die Autobahnen zwar frei, dafür kommt der Körper aber in echte Schwierigkeiten. Denn für ihn ist es Nacht, in der er eigentlich schlafen sollte. Der Körper schüttet das Hormon Melatonin aus, das für den Schlaf zuständig ist. Gähnen und glasige Augen sind die ersten Anzeichen für Müdigkeit.
Besser ist es also, bei Tageslicht zu fahren. Der Körper ist wacher und fühlt sich gleich viel frischer.
Wer dennoch Staus vermeiden möchte, sollte an Tagen mit weniger Verkehr fahren. Der verkehrsreichste Tag ist nicht etwa der Sonntag, wie viele vermuten, sondern der Freitag. Denn gleich nach der Arbeit fahren viele in den Urlaub. Der ADAC warnt allerdings davor, nach einem langen Arbeitstag in der Nacht zu fahren. Ideale Tage wären demzufolge Dienstag oder Mittwoch ab 10 Uhr morgens.

Tipp 3: Keine Langeweile aufkommen lassen

Das monotone Fahren kann sehr ermüdend sein. Anders als im innerörtlichen Verkehr ist der Fahrer nicht gefordert, an Ampeln oder Bahnübergängen Halt zu machen. Meist bleibt er im gleichen Gang und schaut stets gerade aus. Um der Langeweile keine Chance zu geben, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Da wäre zum einen das gute alte Radio. Die richtige Musik bringt gleich gute Laune mit. Wer mag, kann auch Musik oder Hörspiele auf passenden Datenträgern mitnehmen. Vor allem Hörspiele in einer anderen Sprachen oder mit Rätseln gespickt fordern das Gehirn auf, stets aufzupassen und wach zu bleiben.
Eine weitere Möglichkeit sind die beliebten Autospiele: Dafür sind nicht unbedingt Beifahrer nötig. Der Fahrer kann z. B. aus den verschiedenen Nummernschildern Wörter bilden. Das geht vor allem bei langen Staus hervorragend. In Gesellschaft macht dieses Spiel gleich doppelt Spaß und sorgt für jede Menge Konversationen bei den Mitfahrern. Ebenso beliebt ist das Ratespiel „Wer bin ich“: Dabei sollen die Ratenden mithilfe von Ja-Nein-Fragen herausfinden, um welche berühmte Person es sich handelt.

Tipp 4: Pausen einlegen

Neben genügend Schlaf sind immer wieder kleine Pausen wichtig. Dabei soll der Körper neue Kraft tanken, was wiederum eine verbesserte Konzentration mit sich bringt.
Wichtig ist auch, dass der Körper mit neuem Sauerstoff versorgt wird. Ist gerade keine Haltemöglichkeit in Sicht, reicht es für einen kurzen Moment aus, das Fenster für wenige Minuten zu öffnen. Eine Pause sollte dennoch nicht umgangen werden. Etwa alle zwei Stunden sollten alle Reisenden eine etwa 15-minütige Pause einlegen. Denn nicht nur für den Fahrer ist es wichtig, sich die Beine zu vertreten, sondern auch für alle anderen Mitfahrer. Um ein neues Frischegefühl zu erhalten, hilft es oftmals, sich etwas Wasser ins Gesicht zu spritzen oder die Zähne zu putzen. Viele Raststätten bieten solche Waschmöglichkeiten kostenlos oder zum kleinen Preis an.
Merkt der Fahrer, dass er müde wird, hilft meist ein kurzer Powernap auf einem Parkplatz. Dabei sollte der Fahrer nicht einschlafen, sondern lediglich die Augen für 20 bis maximal 30 Minuten schließen. Hilft das alles nichts, ist eine Übernachtung in einem Hotel die beste und sicherste Alternative.

Tipp 5: Reisethrombose und Rückenschmerzen vermeiden

Wer lange im Auto sitzt, kann eine Reisethrombose riskieren. Das kann bei bereits 4 oder 5 Stunden Autofahrt der Fall sein. Die Beinfreiheit ist eingeschränkt und das Blut kann nur noch schwerlich durch die Venen fließen. Vor allem ältere Menschen, Frauen, die die Pille nehmen oder schwanger sind sowie Raucher und Übergewichtige sind besonders oft davon betroffen. Um das zu vermeiden, gibt es verschiedene Maßnahmen, die vor oder während der Reise vorgenommen werden können. So ist es z. B. ratsam, für genügend Beinfreiheit zu sorgen und sich in den Pausen zu bewegen. Der Stauraum sollte nicht mit Gepäck oder anderen Dingen vollgestellt sein; die Beine sollte über genügend Platz verfügen. Zudem sollten diese während der Fahrt nicht übereinander gelegt und die Knie nicht zu stark gebeugt werden. Stütz- oder Thrombosestrümpfe, die es in jeder Apotheke oder im Reformhaus zu kaufen gibt, sorgen für eine gleichmäßige Blutzirkulation.
Außerdem kommt es gerne mal zu Rückenschmerzen, da der Körper lange in einer aufrechten Position verweilt. Das lässt sich mit einer richtigen Sitzposition einschränken, wobei die Sitzfläche etwa drei Finger Abstand zur Kniekehle haben sollte.

Tipp 6: Sportliche Aktivitäten

Das Wichtigste bei langen Autofahrten ist es, sich sportlich zu bewegen. Ein kleiner Spaziergang während der Pausen auf dem Rasthof tut dem Körper besonders gut. Wer mag, kann auch an einem Waldrand Halt machen und die frische Waldluft genießen. Geübte Jogger holen gerne einmal ihre Joggingschuhe aus dem Kofferraum. Um sich danach zu erfrischen, bieten viele Raststätten Duschen an. Aber auch kleine Sporteinheiten bringen den Kreislauf in Schwung und motivieren Jung und Alt für die weitere Reise.
Dafür eignen sich Kniebeugen, auf der Stelle zu laufen oder die Körperflanke lange zu dehnen. Die Schultern mobilisiert man, indem man die Arme seitlich ausstreckt und in abwechselnden Richtungen kreisen lässt.
Auch während der Fahrt kann man seinen Körper trainieren: Dafür beweget man den Kopf seitlich von links nach rechts und lässt die Schultern und den Oberkörper entspannt.

Tipp 7: Fahrerwechsel

Sofern es einen Beifahrer mit einem Führerschein gibt, ist es besonders ratsam, immer wieder einen Fahrerwechsel vorzunehmen. So ist es für jeden möglich, eine Pause während der Fahrt einzulegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Reisenden schnell und ohne lange Unterbrechungen ans Ziel gelangen.

Tipp 8: Essen und kleine Snacks

Gesunde Snacks und Speisen sollten vor Reisebeginn auf dem Plan stehen. Wer keine Zeit hat, sich ein gesundes Vollkornbrot mit Käse, Fettarmer Wurst und Salat zuzubereiten, sollte an der nächsten Raststätte Halt machen. Dort gibt es meist fertige Brote, knackige Salate oder warme Suppen. Fettiges Essen wie Pommes frites und Co. sollten außer Acht gelassen werden, da sie schwer im Magen liegen und zu Müdigkeit oder Völlegefühl führen können. Um den deftigen Versuchungen zu widerstehen, können Fahrer auch den nächsten Supermarkt ansteuern. Dort gibt es oftmals ein großes Angebot an fertigen und gesunden Snacks: Weintrauben, Melone, Knäckebrot oder Käsewürfel sind der ideale Snack für zwischendurch. Generell gilt, die Speisen nicht während der Fahrt, sondern an Raststätten oder Haltebuchten zu sich zu nehmen. So kann sich der Körper an der frischen Luft erholen und ist gestärkt für die weitere Fahrt.

Tipp 9: Trinken nicht vergessen

Für neue Energie sorgen erfrischende Getränke während der langen Fahrt. Vor allem kühle oder auch heiße Getränke können den Kreislauf in Schwung bringen. Dadurch wird die Zirkulation des Blutes angeregt und der Körper wird mit frischem Sauerstoff versorgt. Getränke mit hohem Koffeingehalt wie etwa Energydrinks sind nicht empfehlenswert, da sie zu Herzrasen, Hyperaktivität u. Ä. führen können. Das wirkt sich negativ auf den Fahrstil aus. Ein guter Tipp wären z. B. Mineralwasser oder ungesüßte Teesorten wie Ingwer-, Zitronen- oder Pfefferminztee. Sie wirken sowohl im warmen als auch kalten Zustand erfrischend und versorgen den Körper mit wichtigen Vitalstoffen wie Vitamin C, Eisen oder Phosphor.
Das viele Trinken gibt den Fahrern einen weiteren Grund, an der nächsten Raststätte Halt zu machen und frische Luft zu holen.

Tipp 10: Sicheres Fahren

Vor Reiseantritt ist es ratsam, einen Gesundheitscheck beim Arzt durchführen zu lassen. Das beinhaltet vor allem die Reaktionszeit, einen allgemeinen Bluttest, eine Messung des Bluthochdrucks sowie die Sehstärke der Augen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Auto verkehrstüchtig ist: Neuer TÜV, Warnwesten im Auto, ein Ersatzreifen, Verbandskasten und Werkzeug für den Notfall sowie sicher verladenes Gepäck gehören zum Check-up vor Reisebeginn dazu.
Das Gepäck kann mit Spanngurten und Decken abgesichert werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Gegenstände bei einem möglichen Unfall durch den Innenraum fliegen können.
Des Weiteren ist ein defensives Fahren mit genügend Abstand und eine Reiseplanung mit ausreichend Zeit unerlässlich. Das verringert den Stressfaktor und erhöht die Fahrsicherheit.
Mit diesen Tipps kommen alle sicher und gesund ans gewünschte Reiseziel. Gute Fahrt!

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